Die Lippische Landeszeitung
schrieb am Mittwoch, den 05. März 2008:

 

 Muki zieht in die Natur


Bildreiches und farbenfrohes Innenraumkonzept der neuen Kinder- und Frauenklinik in Detmold


Detmold (der). Kinder- und Frauenklinik müssen laut Gesetzgeber künftig unter einem Dach zusam­men­ge­fasst werden, insbesondere um die Nähe von Kreiß­sälen und Neugeborenen-Intensivstation zu gewähr­leisten. Für Detmold heißt das für den Klinik-Neu­bau: Auch Muki muss umzie­hen. Gestern ist das Konzept vorgestellt worden.

 

Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Vereins zur Förderung der Kin­der- und Jugend­medi­zi­nischen Klinik der Klinikum Lippe GmbH erklärte der für den Neubau verantwortliche Archi­tekt Joachim Welp die Innen­raumgestaltung des Nordflügels 2. Dort sollen spätestens im Feb­ruar 2010 Kinder- und Frauen­­klinik in Betrieb genommen werden. Im 3. Ober­geschoss werde die Mutter-Kind-Station Muki unter­ge­bracht, kündigte der Architekt an.

Nun geht dieser Station unter dem Aktionsbegriff „Muki 2000" eine beispiellose lippische Spendenhistorie vor­aus, und Vereinsvorsitzender Dr. Armin Prinz zur Lippe bemerkte: „Da steckt das Herzblut vieler Lipper drin, die jetzt vielleicht beunru­higt sind." Joachim Welp jedoch resümierte: „Der Standard der neuen Station ist mehr als ver­gleichbar mit der jetzigen Mut­ter-Kind-Klinik."

 

So zeichnet, wie schon bei der jetzigen Mutter-Kind-Sta­tion, wieder Petra Gorholt für die Ge­staltung be­son­ders des 3. Ober­geschosses verantwortlich. Zu­dem werden die Patientenzim­mer laut Peter Schwarze nochmals um ein Drittel bis 40 Prozent gegenüber dem aktuellen Muki-Standard vergrößert.,
Der gesamte Nordflügel 2 folgt im Innenbereich nach Aus­sage Joachim Welps einem künstlerischen Ansatz, entwi­ckelt von seiner Mitarbeiterin Steffi Will und Petra Gorholt. Alle Etagen werden durch indi­viduelle Farben, Bilder, Motive und Begrifflichkeiten unterschiedlich ge­prägt - bei einer großen Klammer: "Natur" ist der über­geordnete Begriff. Diese Natur beginnt im Unter­ge­schoss mit der Neugeborenenintensiv- und Ent­bin­dungs­­station „in wohnlichen, warmen Farben". Im Erd­ge­schoss wer­den Kinder- und Frauenheil­kunde unter­ge­bracht: „Grüne und braune Themen sollen Erdver­bun­de­nheit ausstrahlen." Ein Stockwerk darüber ist die Wöch­nerinnenstation als „far­benfrohste Station" geplant. Ihr Symbol: ein aufbrechendes Ei. Das 2. Ober­ge­schoss beherbergt die Bettenstation für Kinder und Jugendliche - „in Blau" -, und ganz oben thront Muki. Im Außenbereich soll außerdem ein Garten der Sinne am Standort des abzureißenden Aula-Ge­bäudes das Konzept abrunden. Derzeit laufen laut Peter Schwarze Gespräche mit zwei Bewerbern um die Ausführung der Gesamtmaßnahme. Die An­gebote liegen zwischen 22 und 25 Millionen Euro. Der Baube­ginn ist für Ende Juli terminiert, die Fertig­stellung für Dezember 2009.

Lippische Landeszeitung 03/2008

 

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