Neue Familienklinik in Detmold wird eingeweiht

 

Fertigstellung nach zweieinhalb Jahren Bauzeit -

Tag der offenen Tür am 5. November

 

VON JANA BECKMANN

 

 

Kreis Lippe. Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit soll am kommenden Wochenende die neue Familienklinik in Detmold eingeweiht werden. Danach sind dort unter anderem auch Risikogeburten möglich.


In dem Gebäudekomplex, der 10.500 Quadratmeter auf 6 Etagen umfasst, werden die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin zusammengeführt. Im Untergeschoss befinden sich die Kreißsäle und die Neugeborenen-Intensivstation. Diese liegen Wand an Wand, sodass kurze Wege garantiert sind.

"Unser Ziel ist es, dass auch kleine Risikokinder überleben und einen guten Start ins Leben haben. Dafür ist es notwendig, dass die Geburtshilfe und die Kinderklinik eng verzahnt sind", erklärt Prof. Dr. Thomas Krauß, Chefarzt der Frauenheilkunde. Der wichtige enge Kontakt zwischen Mutter und Kind sei auch bei Risikogeburten gewährleistet.

Insgesamt ist die Familienklinik, in der jederzeit Neugeborenenmediziner und Kinderchirurgen zur Verfügung stehen, und in der auch die Mitarbeiter aus der Geburtshilfe in Lemgo unterkommen, mit 90 Betten und 2.000 Geburten pro Jahr ausgelegt. Chefarzt Privatdozent Dr. Thomas Brune, der die Kinder- und Jugendmedizin leitet, will seinen Schwerpunkt neben den Neu- und Frühgeborenen aber auch auf psychosomatische Erkrankungen bei Kindern legen. "Ich möchte das Feld zwischen reiner Somatik und der Jugendpsychiatrie weiter füllen", sagt Brune.

Eine Ambulanz so wie sein Vorgänger, Dr. Klaus Wesseler, will der Chefarzt nicht einrichten, da er nach eigenen Angaben nicht in Konkurrenz mit den niedergelassenen Kinderärzten treten will. Stattdessen soll es aber eine Ambulanz im Bereich der Kinderkardiologie und einen Ausbau der Neuropädiatrie geben.

Die Inbetriebnahme der Familienklinik ist für Montag, 5. Dezember, geplant. Ursprünglich sollte es bereits im Sommer losgehen. Aufgrund von neuen Hygienevorschriften im Bereich der Neugeborenen-Intensivstation hatte es jedoch eine Verzögerung gegeben. Der Neubau kostet rund 24 Millionen Euro und soll in den kommenden Jahren über die Gesundheitsstiftung Lippe finanziert werden. "Die Stiftungsidee ist etwas ganz Besonderes. Auch Menschen mit kleinem Geldbeutel können sich beteiligen. Ziel ist, das Gesundheitswesen in Lippe so zukunftsweisend zu gestalten, dass unsere Region nachhaltig gestärkt wird", betont Landrat Friedel Heuwinkel.
Die Einweihung der Klinik findet am Freitag, 4. November, von 11 bis 13.30 Uhr statt. Tags darauf gibt es von 11 bis 16 Uhr einen Tag der offenen Tür.

 

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Lippische Landeszeitung 10/2011

 

 

Farbenfrohe Gestaltung | Foto: Preuss

 

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