Tag der offenen Tür in der Familienklinik

 

Kinder operieren am Kürbis

 

 

Detmold. Die Familienklinik in Detmold hat am Samstag ihre Türen für Besucher geöffnet. In den erst vor wenigen Tagen fertiggestellten Räumen nutzen viele die Möglichkeit, sich über die Einrichtung zu informieren. "Hier ist ein Verkehr wie auf dem Hauptbahnhof", stellt Prof. Dr. Thomas Krauß zufrieden fest. Entsprechend vielen Fragen zu den erweiterten Möglichkeiten der nun auf dem neuesten Stand der Technik operierenden Klinik hatte sich der Chefarzt der Frauenheilkunde zu stellen.


Manche Fragestellung klärte sich jedoch auch fast von selbst, wenn man an einer der Führungen durch den Kreißsaal teilnahm. Wie Christel Bäz, die sich auf diese Weise ein Bild davon verschaffte, wie gut Säuglinge und Mütter zukünftig - die Inbetriebnahme der neuen Räumlichkeiten ist für Anfang Dezember vorgesehen - versorgt werden können. "Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht", sagte sie und verwies damit auf die "alten" Räume, in denen sie vor fast 40 Jahren selbst ihr Kind bekommen hatte.

"Ich habe mich auch gut aufgehoben gefühlt, doch zwischen den Möglichkeiten von damals und heute liegen Welten", so die Großmutter in spe weiter. Sie freue sich darüber, dass ihr Enkelkind in einem Umfeld zur Welt kommen wird, das dank seiner ansprechenden Gestaltung kaum noch an ein Krankenhaus erinnere.

Die neue Familienklinik nicht nur sehen, sondern erleben können: Das galt auch für die jüngeren Besucher des Tags der offenen Tür. Die konnten nämlich mit einem Endoskop eine Familie aus Playmobilfiguren "behandeln", die in einem ausgehöhlten Kürbis untergebracht war. Zudem sorgten "Klinik-Rallye", "Dr. Clowns" und Schminktisch dafür, dass beim Nachwuchs keine Langeweile aufkam.

Zufrieden mit der Veranstaltung zeigte sich auch Familienklinik-Leiter und Privatdozent Dr. Thomas Brune. Dass mancher Besucher seinen Unmut darüber äußerte, dass die erst vor wenigen Jahren mit großem finanziellen Aufwand geschaffene Mutter-Kind-Station nun überflüssig sei, konnte er nachvollziehen. Jedoch sei der Neubau letztlich alternativlos gewesen, um die medizinische Versorgung auf solch hohem Niveau in Lippe halten zu können.

 

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Lippische Landeszeitung 11/2011

 

 

Nachwuchsmediziner: Hannes Schäffler (11) "operiert" am geschlossen Kürbis, Pflegerin Sabine Rieks sorgt für Licht. | Foto: Beckschäfer

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