Die Braunschweiger Zeitung
schrieb am Mittwoch, den 25. Juni 2008:

 

 

Klinikum meldet Patientenrekord


Krankenhaus erwirtschaftet Jahresüberschuss –
Umbau soll im nächsten Jahr abgeschlossen werden

 

WOLFENBÜTTEL. Ein kurzes Lächeln huscht über das Gesicht von Joachim Kröger, als er seine Presse­information über den Tisch schiebt. Der Verwaltungs­chef des Wolfenbütteler Klinikums wartet gestern mit einem Patientenrekord auf.
Mehr Patienten als je zuvor in einem Jahr wurden 2007 im Wolfenbütteler Klinikum behandelt.
12 504 Menschen lagen in den Stationsbetten – 1019 mehr als im Vorjahr.
Das schlug sich auch positiv in den Rechnungsbüchern nieder. Das Klinikum erwirtschaftete einen Jahres­über­schuss von 630 000 Euro.
Die meisten Patienten kommen aus dem Kreis Wolfen­büttel. Die Zahl der Behandelten aus dem Umland hat aber zugenommen, stellt Kröger fest: „Aus Salzgitter und Umgebung haben wir 16 Prozent mehr Patienten be­han­delt.“
Und die Kranken blieben nicht mehr so lange. Die Ver­weil­dauer sank von 7,6 auf 6,9 Tage.
Der Erfolg des Klinikum ist laut Kröger weit gefächert und nicht nur auf einen Teil des medizinischen Spekt­rums beschränkt. „Alle Bereiche sind stark“, sagte Kröger.
Das Krankenhaus investierte in seine Medizintechnik. Es schaffte für 416 000 Euro Geräte an. Die größte Investi­tion sei dabei der Kauf von zwei Ultraschall­geräten für die Gynäkologie gewesen. Außerdem wurde ein zweiter Untersuchungsplatz im Schlaflabor eingerichtet.
Im Klinikum wurde während des Jahres 2007 eifrig um­ge­baut (wir berichteten mehrmals). Die Arbeiten sollen im kommenden Jahr abgeschlossen werden. Zur Zeit wird laut Kröger an einer interdisziplinären Inten­siv­station und einem ambulanten Ope­ra­tions­bereich gearbeitet. Nach dem Abschluss der Arbeiten soll das Klinikum für 25 Millionen umstrukturiert und erweitert worden sein.
Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Pink hob die Be­deu­tung der Mitarbeiter hervor. Ihr Einsatz sei der wich­tig­ste Erfolgsfaktor des Krankenhauses.
Ausgerechnet bei der Zahl der Mitarbeiter weist die Bi­lanz allerdings eine Negativzahl auf. Die Zahl der Be­schäf­tig­ten ging vergangenes Jahr leicht zurück. Von 462 Vollstellen berichtete Kröger, das seien 2,7 weniger als im Vorjahr.  Über einen längeren Zeitraum gesehen habe die Zahl der Beschäftigten allerdings zugenommen.
 
FAKTEN
Patientenzahl: Im Jahr 2007 wurden 12 504 Patienten stationär behandelt. Das sind 1019 mehr als im Vorjahr.
Verweildauer: Die Patienten blieben im Schnitt 6,9 Tage. Im Vorjahr waren es noch 7,6 Tage.
Einzugsgebiet: 79 Prozent der Patienten kamen aus dem Landkreis Wolfenbüttel. 1221 Patienten aus Salzgitter. 626 aus Braunschweig, 154 aus Helmstedt. 257 kamen aus anderen Bundesländern.
Wirtschaftliche Verhältnisse: 
Jahresüberschuss: 630 000 Euro. Erlöse: 38,9 Millionen Euro.
Aufwendungen 38,8 Millionen Euro (davon Personal 26,0 Millionen)
Bilanzsumme: 50,7 Millionen Euro.
Personal: am 31. Dezember 2007 standen 594 Mit­ar­beiter in einem Arbeits­verhältnis zum Städtischen Kli­ni­kum: Es gab 462,6 Vollkraft­stellen; 2,7 weniger als im Vorjahr. Im Fünfjahresvergleich zeigt sich ein Stellen­zu­wachs von 1,5 Vollkraftstellen; gegenüber dem Jahr 2000 beträgt der Stellenzuwachs 24,2 Vollkraft­stellen.
Anschaffungen: In der Medizintechnik wurden für
416 000 Euro Geräte angeschafft.

 

Text von Kai-Uwe Ruf

Braunschweiger Zeitung 06/2008

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