Lungenklinik eröffnet Spezialstation

 

Ballenstedt/MZ

von Holger Hadinga, 21.10.12, 17:37h

 

Noch sind die insgesamt 14 umgebauten Patientenzimmer der dritten Etage in der Ballenstedter Lungenklinik nicht belegt. Doch in einigen konnten am Sonnabendmittag Ärzte und das Pflegepersonal schon einmal die Spezialbetten sowie modernste technische Geräte in Augenschein nehmen. Hier wurde nämlich eine neue Intensivstation, das Weaningzentrum, für langzeitbeatmete Patienten eingeweiht. Die betroffenen Frauen und Männer sollen so schnell wie möglich - im Durchschnitt 30 Tage - von den Maschinen "entwöhnt" werden, so dass sie wieder ganz alleine atmen können. Zur Unterstützung wird am Anfang eine Atemmaske eingesetzt.

 

 

In den nächsten Tagen erfolgt die Abnahme der Station durch den TÜV, dann ist eine Belegung mit zunächst acht Patienten geplant. "Solch eine Art der Behandlung ist im Harzkreis einmalig. Es werden auch Kranke aus anderen Kliniken zu uns verlegt", sagte Barbara Wagener, Chefärztin und Ärztliche Geschäftsführerin der Lungenklinik. Der Umbau erfolgte mit Eigenmitteln und wurde vor zwei Jahren geplant. Die Baumaßnahmen begannen im März dieses Jahres.

 

 

Auf dieser Station arbeitet ein Spezialteam, welches aus drei Ärzten sowie 18 Schwestern und Pflegern besteht. "Wir schaffen damit ein neues Angebot und eine neue Versorgungsqualität. Und die Mitarbeiter haben hier tolle Arbeitsbedingungen", betonte Pflegedienstleiterin Petra Pannhausen. Das Besondere an den Zimmern ist unter anderem die Deckengestaltung. Sie zeigt verschiedene geometrische Formen, die farbenfroh gestaltet sind. "Das soll helfen, wieder die Sinne zu aktivieren", so die Pflegedienstleiterin.

 

 

Stationspfleger Denis Köhne sagte: "Entscheidend ist auch die Größe der Räume. Hier kann die umfangreiche Technik problemlos untergebracht werden. Grundprinzip ist aber, dass stets der Patient im Mittelpunkt steht." Außerdem ist gewährleistet, dass die Kranken über Monitore stets überwacht werden. Die Spezialbetten können schnell zu einem Sessel umfunktioniert werden. Des Weiteren gibt es so genannte Bettfahrräder, um die Muskelkraft der Patienten wieder aufzubauen beziehungsweise zu stärken.

 

 

Ebenfalls weist die Station eine Schaltzentrale auf, in der die Fäden der Überwachungstechnik zusammenlaufen. Nicht zu vergessen sind Besprechungszimmer und die Sanitärbereiche, die sich in der Nähe der Patientenzimmer befinden.

 

 

Jan Hinrichs, Ober- und Stationsarzt, sagte auf der Einweihungsveranstaltung zusammenfassend: "Wir haben ein junges, motiviertes Team aufgestellt. Der Patient definiert unser Therapieziel. Auf der neuen Station gibt es keine Akut-aufnahmen, deshalb ist der Ablauf immer planbar." Wichtig sei auch, mit den Angehörigen der Patienten offen über alle Probleme zu sprechen.

 

Mitteldeutsche Zeitung 10/2012

Denis Köhne und Heiko Fiedler von der Stationsleitung und Oberarzt Jan Hinrichs (v.r.n.l.). (Foto: Jürgen Meusel)

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