Evangelisches Krankenhaus In Oldenburg
Klinik ist über den Berg

 

von Sabine Schicke

 

Das Krankenhaus geriet 2013 in die Finanzkrise. Seine Existenz war bedroht. Nun ist der „Patient“ wieder gesund, es geht bergauf:
Klinik-Gebäude sollen saniert, Schulden zurückgezahlt werden. Auch um die Arbeitsplätze ist es gut bestellt.
Oldenburg Erstmals nach der existenzbedrohlichen Finanzkrise von 2013 schreibt das Evangelische Krankenhaus 2015 wieder eine schwarze
Null. „Wir haben die Sanierungszeit beendet und gehen jetzt in die Restrukturierungsphase“, berichtet der Kaufmännische Vorstand Armin
Sülberg auf Nachfrage der NWZ und spricht von einem Kraftakt, den vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Innenstadtklinik
geleistet haben. „Niemand muss mehr um seinen Arbeitsplatz fürchten“, sagt Vorstandssprecher Sülberg über die 1200 Beschäftigten.
Die hatten in 2013 komplett auf die weihnachtliche Sonderzahlung verzichten müssen und die Summe 2014 in mehreren Tranchen erhalten.
Dieses Jahr wird das Weihnachtsgeld komplett im Dezember überwiesen.
Im Jahr 2016 soll nicht nur die bauliche Sanierung des Hauses starten (NWZ berichtete), sondern man will auch mit der Rückzahlung des
Darlehens der Kirche beginnen. In der Bilanz von 2012 hatte ein Minus in Höhe von 8,6 Millionen Euro gestanden. Nur ein Millionen-Kredit
der Evangelischen Kirche hatte das Haus damals gerettet.
Wie Vorstand Armin Sülberg schildert, habe die Restrukturierungsphase nicht mehr die Qualität der existenziellen Bedrohung. Die Stärken des
Hauses, die in der Sanierungsphase installiert wurden, werden weiter ausgebaut. Dazu zählt die weithin beachtete Neuro-Früh-Reha für
beatmete Patienten, „Wir können hier schon jetzt die Nachfrage nicht erfüllen“, berichtet Sülberg und werde aufstocken. In diesem Bereich
wird auch mit der Medizinischen Hochschule in Hannover (MHH) kooperiert. Auch die Palliativstation erhält mehr Betten.
Die Notaufnahme des Evangelischen Krankenhauses ist mit 32 000 Patienten die zweitgrößte in Niedersachsen und wird im Zuge des Umbaus
zum 1. Januar 2016 personell verstärkt und strukturell verbessert. Aber auch nach dem Umbau wird sie über die Auguststraße erreichbar
bleiben.
39 Millionen Euro fließen in die komplette Sanierung des Innenstadtkrankenhauses an der Marienstraße. Bis 2019/20 soll die Rundum-
Erweiterung und Modernisierung abgeschlossen sein. Sie umfasst alle sechs Ebenen und wird bei laufendem Klinikbetrieb ausgeführt werden –
und zwar bis hin zum Hubschrauberlandeplatz auf der sechsten Ebene (Dach).

 

© NWZonline [2015]

 

 

 

NWZ Nordwest Zeitung 17/11/2015

 

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