Friederikenstift eröffnet neues Bettenhaus

 

Bau für 8,5 Millionen Euro dient der Versorgung von berufsgenossenschaftlichen Patienten

 

Von Veronika Thomas

 

Nach nur zehn Monaten Bauzeit hat das zum Verbund der Diakonischen Dienste Hannover gehörende Frie­derikenstift gestern das neue Bettenhaus in der Hum­boldt­straße eröffnet. In dem zweigeschossigen Bau, der nach den Plänen der Braunschweiger Archi­tektengruppe Schweizer + Partner errichtet wurde, werden über­wie­gend Patienten der gesetzlichen Unfall­ver­siche­rungs­träger – Berufsgenossenschaften und Unfallkassen – behandelt, die einen Arbeitsunfall erlitten haben oder an einer Berufskrankheit leiden. Schon seit 1928 kooperiert das Friederikenstift mit den Berufs­ge­nossen­schaften (BG), vor zwei Jahren schlossen das Diakonie­kran­ken­haus und das Berufs­genossen­schaft­liche Unfall­kran­ken­haus Hamburg (BUKH) einen Kooperationsvertrag, in dem einheitliche Behandlungs­standards fest­ge­schrie­ben wurden. In Hannover gibt es keine eigene BG-Klinik, aufgrund der langen Tradition hat das Frie­de­ri­ken­stift diese Aufgabe übernommen. „Fragt man Hanno­ve­ra­ner, was ihnen zum Friederiken­stift einfällt, dann bekommt man zu hören, es handele sich um eine In­sti­tution“, sagte Ober­bürger­meister Stephan Weil zur Einweihung. „Für mich ist das Frie­de­ri­ken­stift alles an­de­re als eine alte Dame, sondern ein hochmodernes Krankenhaus.“ 8,5 Millionen Euro hat der Neubau mit 1500 Quadratmetern Fläche gekostet, ein Betrag, den das fast 170 Jahre alte Kranken­haus aus Eigenmitteln finanziert, wie Mathias Winkelhake, Vor­sit­zen­der der Geschäftsführung des Friederikenstifts, vor mehr als 200 Gästen hervorhob. Der Anbau, der auf dem Gelände des ehemaligen Parkhauses entstanden ist, verfügt über zwei Stationen mit jeweils 32 Betten, einen großen Ambulanzbereich sowie eine Tiefgarage mit 50 Stell­plät­zen. Zu den Besonderheiten zählen ein Win­ter­garten als Aufenthaltsraum für die Patienten, die große Dach­ter­ras­se wird noch begrünt. Eine verglaste Brücken­kon­struk­tion verbindet Neu- und Altbau. Die Zahl der Unfall­pa­tien­ten ist in den vergangenen Jahren stark ge­stie­gen, sagte Prof. Helmut Lill, Ärztlicher Direktor des Friede­ri­ken­stifts. Im vergangenen Jahr wurden dort allein 1200 berufsgenossenschaftliche Patienten be­han­delt, die Steigerung gegenüber 2007 betrug 15 Pro­zent. Ein Team aus Spezialisten aller Fachrichtungen ist für die Behandlung und Rehabilitation der Unfall­ver­letz­ten im Einsatz. Dazu gehören neben Spezial­ab­tei­lun­gen wie die Plastische und Rekon­struk­tive Chirurgie auch psy­cho­lo­gische Betreuung und Seelsorge. In Bad Mün­der betreibt das Friederikenstift ein Zentrum für inte­gra­tive Rehabilitation zur Behandlung schwer Unfall­ver­letz­ter.

 

HAZ 02/2009

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