Krankenbetten rollen nach Detmold

 

Dermatologische Abteilung verlässt das Klinikum Lemgo - Onkologie soll ausgebaut werden

 

 

 

Berge von Akten, ein komplettes Labor und 800 Kilogramm schwere Bestrahlungskabinen sicher von Lemgo nach Detmold transportieren - eine logistische Herausforderung für das Klinikum Lippe. Am kommenden Montag zieht die dermatologische Abteilung in den kürzlich fertiggestellten Nordflügel des klinikums in Detmold.

 

 

Der Aufwand ist immens, vor allem bei dem engen Zeitrahmen, den sich das Klinikum gesetzt hat. Bereits drei Tage später -ab nächsten Donnerstag- sollen ambulante Patienten wieder medizinisch behandelt werden können. Die 41 Betten der Hautklinik sollen erst ab Anfang März voll zur Verfügung stehen. Damit hat das fünfköpfige Team um Chefarzt Helger Stege noch ein wenig Zeit sich neu zu orientieren. Die Hälfte des Pflegepersonals wird ebenfalls mit ihm nach Detmold wechseln.

Beim gestrigen Pressegespräch zeigte er sich erfreut über die Neustrukturierung, obwohl er erst seit Juli 2008 in Lemgo arbeitet. "Unsere Abteilung hatte einfach zu wenig Platz. Außerdem waren die baulichen Gegebenheiten für unsere Patienten im letzten Jahr nicht optimal." Der Lärm der Bauarbeiten, nur wenige Sanitärräume, viel zu wenig Betten. Kein angenehmes Wohlfühlklima für Patienten, resümierte der Chefarzt. In Detmold seien diese Probleme bereits bei der Sanierung des Nordflügels berücksichtigt worden. So könnten Technik, Räumlichkeiten und medizinisches Fachwissen eine sehr gute Behandlung der Patienten gewährleisten.

Insgesamt 2,9 Millionen Euro investiert das Klinikum Lippe für den Umzug und die umfangreichen Sanierungsarbeiten der alten Station in Lemgo. "Der Standort Lemgo wird vom Weggang der Dermatologie profitieren. Wir wollen der Onkologie und der plastischen und Handchirurgie bessere Räumlichkeiten bieten und dadurch unser Profil schärfen", erklärte Peter Schwarze, Geschäftsführer des Klinikums Lippe. Die alte Station 43 soll demnach schwerkranke Krebspatienten aufnehmen, denen Stammzellen transplantiert und die vor Infektionen geschützt werden müssten, konkretisierte Frank Hartmann, Leiter der Onkologie. "Wir versorgen ältere Menschen mit Begleiterkrankungen und Leukämie- oder Transplantationspatienten.

Dafür brauchen wir Platz und Räume, die mit Klimatechnik, separaten Sanitäranlagen und Schleusenräumen ausgestattet sind. So reduzieren wir Infektionen."

 

Im Juli sollen die Umbaumaßnahmen in Lemgo beginnen und Mitte 2010 fertiggestellt sein. Bis Mai will das Klinikum mit einem Bauantrag warten, um eventuelle Mittel aus dem Konjunkturpaket zu nutzen.

Lippische Landeszeitung 02/2009

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