Ein Haus mit Herz für Kinder

 

Grundstein für die neue Kinder- und Frauenklinik liegt: Gesundheitsstiftung übernimmt Finanzierung

 

Detmold (te). Am Klinikum in Detmold ist gestern ein doppelter Grundstein gelegt worden. Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann mauerte den ersten Quader für die neue Kinder- und Frauenklinik. Gleichzeitig wurde die Gesundheitsstiftung Lippe gegründet. Sie ermöglicht den Klinik-Bau – ein bundesweit bisher einmaliges Modell.


Eine Kupferbüchse mit Zeitungen des gestrigen Datums, Kleingeld und einem kleinen Herzen aus Papier versenkte Landrat Friedel Heuwinkel im Grundstein. Der Neubau der Kinderklinik unter einem Dach mit der Frauenklinik schlage ein neues Kapitel in der Gesundheitsversorgung Lippes auf, meinte Heuwinkel.

Die Klinik fügt sich als weiterer "Zahn" an die schon errichtete Erweiterung des Detmolder Krankenhauses an. Sie soll ein Kinderkrankenhaus der kurzen Wege werden. Außerdem liegen künftig Kreißsaal, OP und Kinder-Intensivstation "Wand an Wand". Damit soll die gesetzliche Forderung erfüllt werden, um weiterhin auch Risikoentbindungen vornehmen  und somit eine umfassende Versorgung vorhalten zu können.

24,7 Millionen Euro kostet das Unterfangen, den Zuschlag für den Bau hat die Lügder Firma Müller erhalten. Im Mittelpunkt stehe das Bemühen, Frauen wie Kindern den Aufenthalt in der Klinik so angenehm wie möglich zu machen, betonte Architekt Joachim Welp vom Büro Schweitzer und Partner. Daran richte sich die innere Gestaltung aus. Aber auch die mit vielen Spendengeldern in der bisherigen Klinik eingerichtete "Mutter-Kind"-Station (Muki) werde eins zu eins wieder umgesetzt. Sie werde im neuen Gebäude weiterleben, betonten Dr. Armin Prinz zur Lippe als Muki-Vereinsvorsitzender und Chefarzt Dr. Klaus Wesseler.

Ausdrückliche Anerkennung zollte Minister Laumann dem Konzept der Gesundheitsstiftung (siehe Stichwort), deren offizielle Gründung Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl durch die Übergabe der Stiftungsurkunde vornahm. Die Stiftung sei nachhaltige Politik und zeige die lippische Art, solide und sparsam zu arbeiten. Umbauten in Krankenhäusern seien notwendig, um rationellere Abläufe zu schaffen und so unter geänderten Finanzierungsbedingungen existieren zu können, sagte Laumann. Dabei müsse ein Krankenhaus aber immer auch eine soziale Einrichtung bleiben, in dem die Menschen unabhängig vom Versichertenstatus optimal behandelt würden.
Nachahmenswert nannte auch Detmolds Bürgermeister Rainer Heller die Stiftungsidee. Er wünschte der Region und der Klinik vor allem eins: "Viele Geburten."

Im Dezember 2010 soll der Bau abgeschlossen werden. Was mit dem alten Bau geschieht, ist noch unklar. Er soll aber weiter für Kinder genutzt werden.

Lippische Landeszeitung 06/2009

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