Neue EJK »ein Haus der Zukunft»

 

Niedersachsens Gesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann nahm ersten Spatenstich für neue Klinik vor

 

as   Dannenberg. Mit dem neuen Ersatzbau der Capio Elbe-Jeetzel-Klinik in Dannenberg wird »ein Haus der Zukunft» geschaffen. Angesichts des demografischen Wandels werde durch das Projekt die wohnortnahe stationäre Versorgung für die Patientinnen und Patienten gesichert.

 

Darüber sei man sich im Krankenhaus- planungsausschuss des Landes einig gewesen. Das hat die niedersächsische Sozial- und Gesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann gestern an der Baustelle für den Klinikneubau unterstrichen. Symbolisch für den Baubeginn nahm sie den ersten Spatenstich vor.

 

Der Krankenhausneubau in Dannenberg - geplanter Kostenpunkt rund 38 Mio. Euro - sei der einzige im Land, der mit einem hohen Anteil an EU-Mitteln finanziert werde, unterstrich die Ministerin. 19,5 Mio. Euro fließen an EU-Ziel-1-Geldern in das Projekt. Das Land Niedersachsen zahlt 12,5 Mio. Euro. Und der Klinikeigentümer bringt rund 6 Mio. an Eigenmitteln auf. Sofern alles nach Plan verläuft, soll das Krankenhaus Ende 2011, Anfang 2012 den Betrieb des Altgebäudes mit moderner Technik und einem zeitgemäßen Pflegebereich übernehmen. Danach liege es maßgeblich in den Händen des Krankenhauspersonals, die Klinik als eine feste Größe für kranke Menschen aus dem hiesigen Bereich zu etablieren.

 

Zuvor hatte Klaus Wöhrle, zuständiger Geschäftsführer der Capio Deutsche Klinik GmbH, hervorgehoben, dass das neue Gebäude ein »Krankenhaus der kurzen Wege» sein werde. Dadurch würden medizinische und wirtschaftliche Synergien erzielt. Die Planung der Funktions- abläufe habe sich maßgeblich an den Bedürfnissen von Patienten und Personal orientiert. Ziel sei es, durch »eine patientenfreundliche Bauplanung ein paar Ängs-te zumindest zu mildern». Im Hinblick auf den Ausbau zum Gesundheitszentrum betonte Wöhrle, dass eine Vernetzung der Gesundheitsversorgung gerade in strukturschwachen Regionen notwendig sei.

 

Landrat Jürgen Schulz erinnerte daran, dass das »alte Waldkrankenhaus» zwischen 1959 und 1961 gebaut worden war. Wegen der langen Wege sei es nicht mehr zeitgemäß. Der Landkreis sei ehedem aus finanziellen Gründen von der Kommunalaufsicht zum Verkauf des Kreiskrankenhauses gedrängt worden. Mit dem Klinikneubau, ermöglicht durch außergewöhnliche hohe Fördersätze, gewinne der Landkreis »ein Stückchen Zukunftsfähigkeit».

 

Karin Bertholdes-Sandrock (MdL) erinnerte daran, dass für das Projekt viel guter Wille auf vielen Ebenen notwendig gewesen sei, um den Ersatzbau zu realisieren. In diesem Zusammenhang lobte sie das Finanzministerium in Hannover für das Einhalten von Zusagen.

 

»Das ist ein großer Tag für die Stadt Dannenberg und die Region», war sich Samtgemeinde-Bürgermeister Jürgen Meyer mit Stadtbürgermeister Peter Selber einig. Bei der EU habe man richtig erkannt, dass der hiesige strukturschwache Raum mit Priorität gefördert werden müsse. Stadt und Samtgemeinde seien für weitere Projekt der Capio Deutsche Klinik offen, bot Meyer Unterstützung an.

 

Architekt Joachim Welp von der Architektengruppe Schweitzer und Partner sprach von der Planung eines möglichst »schlanken Krankenhauses». Seit über 18 Monaten sei zu-nächst an der Machbarkeitsstudie und später an konkreten Bauplänen gearbeitet worden. Nun gehe es ans Umsetzen.

Elbe-Jeetzel-Zeitung Lüchow 06/2009

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