„Für Dein Leben geben wir alles – intensiv“

 

kd Sögel. Der Leitgedanke der Einweihungsfeier war Programm: „Für Dein Leben geben wir alles – intensiv“ hatte das Sögeler Hümmling Krankenhaus die Festveranstaltung gestern zur Eröffnung der neuen Intensivstation überschrieben.

 

 

Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann griff in ihrem Vortrag das Motto auf und unterstrich: „Die Fürsorge für den Menschen muss im Mittelpunkt des medizinischen Wirkens stehen.“ Bei allem Wettbewerb der Krankenhäuser untereinander und allen Vorgaben zur Wirtschaftlichkeit „habe der Wettbewerb dort seine Grenzen, wo er zum Nachteil der Patienten geht“, sagte die Ministerin unter dem Beifall der Festgäste.

 

 

Dem Hümmling Krankenhaus mit seinen 137 Betten bescheinigte Ross-Luttmann, „eine moderne Klinik geworden zu sein“. Dies machte sie unter anderem auch an der guten Vernetzung des Hauses mit den Hausärzten, dem Aufbau eines Palliativstützpunkts, verbunden mit einer engen Zusammenarbeit mit Hospizvereinen, sowie der Angliederung von einer Reihe von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) fest.

 

 

Gleichfalls der neue Krankenhaustrakt mit seiner ambulanten Operationseinheit, die auch niedergelassenen Fachärzten zur Verfügung stehe, sei ein gelungenes Beispiel für die in immer stärkerem Maße geforderte „Überwindung der Sektorengrenzen“ zwischen stationärer und ambulanter Behandlung sowie Rehabilitation.

 

 

Ein Aspekt, den gleichfalls Landrat Hermann Bröring aufgriff. Die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum auch in der Zukunft erfordere „intelligente und Erfolg versprechende Lösungen“. Niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser müssten sich weniger als Mitbewerber denn vielmehr als Partner sehen, um gemeinsam den Gesundheitssektor „vor Ort“ zukunfts- und leistungsfähig zu erhalten.

 

 

Bröring machte auf Grundlage erster Gespräche, die der Landkreis mit Vertreten von Ärzteschaft und Krankenhäusern geführt hatte, „positive Signale“ für ein noch stärkeres Zusammenwirken unter dem Leitmotiv „Gesundheitsregion Emsland“ aus. Noch sei diese Überschrift eine Vision, räumte der Landrat ein, „aber wir sind dabei, diese mit konkreten Inhalten zu füllen und sie dann als aktives Instrument zu nutzen, um beispielsweise auch Nachwuchs an Hausärzten ins Emsland zu ziehen“.

 

 

Pfarrer Franz Bernhard Lanvermeyer, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung des Hümmling Krankenhauses, hob indessen auf ein wohnortnahes und qualitativ hochwertiges Krankenhausangebot als ein weiteres wesentliches Element der „Gesundheitsregion“ ab. Der für 2,2 Millionen Euro errichtete neue Funktionstrakt mit Intensivstation (neun Betten), Aufwachraum mit modernsten Überwachungsgeräten sowie ambulanter Operationseinheit mache deutlich, „das Krankenhaus in Sögel hat eine Zukunft“. Das in zwölf Monaten Bauzeit geschaffene vierte Stockwerk über dem bislang dreigeschossigen Trakt sei der erste Teil einer längeren Erweiterungs- und Modernisierungsphase mit einer Gesamtinvestition von rund 4,9 Millionen Euro.

Neue Osnabrücker Zeitung 12/2009

 

In der Intensivstation: Unser Bild zeigt (v.l.) SG-Bürgermeister Günter Wigbers, Landrat Hermann Bröring, Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann und Franz Bernhard Lanvermeyer, Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung. Fotos: Klaus Dieckmann

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