Die Lippische Landeszeitung
schrieb am Freitag, dem 16. Mai 2008:

 

Detmold. Am Samstag hat die lippische Bevölkerung zum ersten Mal Gelegenheit, den für 27,5 Millionen Euro neu errichteten 1. Nordflügel des Klinikums Lippe-Detmold zubesichtigen. Nach fast genau drei Jahren Bauzeit ist damit der erste Neubauabschnitt aus der im Jahr 2001 von der Braunschweiger Ar­chi­tektengruppe Schweitzer + Partner entwickelten Ziel­planung abgeschlossen.

 

Wie bereits mit der Aufstockung des Westflügels im Jahr 2004 vorgezeichnet, wird von der Architektengruppe Schweitzer + Partner und von der Klinikleitung beson­de­res Augenmerk auf ein schlüssiges Farb- und Material­konzept gelegt. Wo immer es möglich ist, wird das Ta­ges­licht ausgenutzt, um natürlich belichtete und belüf­te­te Räume zu erhalten. Der Errichtung des Neubaus war der Abbruch eines separat stehenden Klinik­ge­bäu­des aus den 30er Jahren, des ehemaligen Landes­kran­ken­hauses, vorausgegangen. Ein Teil der vor dem Abbruch in Sicherheit gebrachten alten, farbigen Glaselemente mit den Wappen des Landes Lippe und der Stadt Det­mold wurde in der Fassade der zur Stadt hin orien­tier­ten Magistrale – der Hauptverkehrsader in diesem Gebäude – wieder verwendet. Seit dem ersten Spatenstich im Mai 2005 hat sich aber auch hinter den Kulissen viel getan: Die gesamte Klinikanlage wurde so geplant, dass sich sowohl für Besucher als auch für Patienten und Per­so­nal die Wege verkürzen. Laut Auskunft der Architekten liegt hierin die besondere Stärke des Planungsbüros Schweitzer + Partner: Alle Gebäude wurden so gestaltet, dass besonders wirtschaftliche Arbeitsabläufe und damit ein kostengünstiger Betrieb des Krankenhauses möglich sind. Zu diesem Zweck wurde eine neue Ein­gangs­halle errichtet, an die sich kammartig mehrere Bau­körper anschließen. Dieses Konzept erlaubt einen problemlosen späteren Anbau neuer Gebäudetrakte, sollte sich deren Notwendigkeit im Verlauf der Nutzung ergeben. Durch eine klare Trennung der ambulanten und stationären Wegeführung und die horizontale Schichtung der Funktionsbereiche werden Abläufe opti­miert und Wege verkürzt. In den unteren Ebenen wurden die Funktionen der Untersuchung und Be­hand­lung, in den oberen Geschossen die Ebenen der Pflege an­ge­sie­delt. So befindet sich in der Nähe der Not­fall­auf­nah­me und des OPs im ersten Untergeschoss jetzt die inter­dis­zip­li­näre Intensivstation. In der ebenerdigen Ein­gangs­ebene werden die ambulanten Arztdiensträume für die Orthopädie, Chirurgie und Radiologie sowie das Kreislauflabor angesiedelt. In den Obergeschossen sind die Pflegestationen mit jeweils 33 bis 35 Betten untergebracht. Abweichend von dem in Nordrhein-West­falen vorherrschenden Standard „Drei-Bettzimmer“ werden in diesem Neubau eine große Zahl von Ein- und Zwei-Bettzimmern, teilweise mit Parkettfußböden und groß­zügigen Patientenbädern, angeboten. Am Tag der Offenen Tür am Samstag, 17. Mai, kann der Neubau nicht nur besichtigt werden: Auch qualifizierte Führungen unter Leitung der Architekten werden angeboten. Diese finden jeweils stündlich unter Leitung des verant­wort­li­chen Architekten Joachim Welp vom Planungsbüro Schweitzer + Partner statt. Weiter wird es Führungen durch die neue Intensivstation geben. Ärztliche Vorträge sind geplant, daneben Führungen durch den Kreißsaal, die Endoskopie und urologische Ambulanz. Die Klinken, Abteilungen und Kompetenzzentren stellen sich vor. Mitmach-Aktionen sowie die Besichtigung von Rettungs­fahrzeugen und -technik runden das Spektrum ab. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Zum Tag der Offenen Tür gibt es jedoch keine Parkmöglichkeiten am Klinikum: Besucher werden gebeten, auf das Parkhaus am Lemgoer Tor oder den Kronenplatz auszuweichen.

 

 

 

 

 

Lippische Landeszeitung 05/2008

 

 

 

 

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