Erweiterung der St. Hedwig-Kliniken, Berlin

Baukörpergliederung / Entwurfsidee

 

Als primäres städtebauliches Entwurfsziel wird die konsequente Weiterführung der vorhandenen Gebäudestruktur verfolgt. Der Neubau vervollständigt den vorhandenen U-förmigen Komplex aus Hauptgebäude, Männerflügel und OP-Flügel zu einem Vierflügelbau, der den Innenhof vollständig umschließt. Die neue Wandelhalle wird zur „Neuen Mitte“ des Krankenhauses. Die Ein­gangsebene des Hauptgebäudes wird konsequent zur Eingangs­ebene des Gesamt­komplexes entwickelt.

 

Unter dieser liegt die Versorgungsebene mit der Anlieferung.

 

Der geplante Neubaukörper nimmt die vor­handene Maßstäblichkeit des Hof­bereichs zwischen den beiden Krankenhausachsen Männerflügel und OP-Flügel auf. Die neu geschaffene Magistrale, die Wandelhalle, verknüpft die Gesamtanlage auf der Ein­gangs­ebene. Der Neubau erhält eine rote Ziegelfassade und führt damit die tradi­tio­nelle Ziegelarchitektur des Krankenhauses in moderner Form weiter.

 

Mit der geplanten Neubaumaßnahme erhält das Krankenhaus einen neuen Haupteingang mit zentraler vertikaler Erschließung.

 

Der Schwerpunkt der gesamten Kranken­haus­anlage verlagert sich mit der Neu­bau­maßnahme in den Über­gangs­bereich zwischen Neu- und Altbau.

 

Der bisherige Haupteingang des St. Hed­wig-Krankenhauses bleibt in seiner Funk­tion für Besucher und Patienten am Stand­ort Große Hamburger Straße erhalten. Gleichzeitig werden die von hier kommen­den Besucher und Patienten über die Magistrale an den neuen Verteilerknoten des Neubaus (Haupteingang) axial herangeführt.

 

Es ist beabsichtigt, mit dieser Bau­maß­nahme dem Krankenhaus eine „Neue Mitte“ zu geben.

 

In dieser „Neuen Mitte“, der Wandelhalle, die sich an der Magistrale entwickelt, befinden sich übergeordnete Funktionen wie Cafeteria/Personalspeisebereich, Kiosk, allgemeiner Aufenthaltsbereich für Patienten, Konferenzräume etc.

 

Die Wandelhalle übernimmt als Magistrale die interne Erschließung für gehfähige Patienten, Besucher und Personal auf der Erschließungsebene des Erdgeschosses.

 

Auf der darunter liegenden Versorgungs­ebene übernimmt der Verbindungsgang unter der Wandelhalle sämtliche Trans­porte der Ver- und Entsorgung.

 

Die Funktion der Wandelhalle als Kommu­nikationspunkt und Schnittstelle von öffent­licher und interner Nutzung sowie als „Neue Mitte“ wird durch eine signifikante Ge­stal­tung erreicht, so dass das Erschei­nungs­bild des Krankenhauses in der Öffentlichkeit eine erhebliche Image­aufwertung erfährt.

 

Die Platzierung des Neubaukörpers ist so gewählt, dass der denkmalgeschützte Männerflügel nicht beeinträchtigt wird und die Revisionslichtschachtanlage auf der Westgiebelseite des OP-Neubaus erhalten bleibt.


Home           Büroprofil           Projekte           Aktuelles           Kontakt           Karriere