St. Franziskus Hospital Köln

Leitgedanken und Entwurfsidee


Ein Ersatzneubau für das St. Franziskus-Hospital in Köln-Ehrenfeld bildet die Grundlage für eine zukunftsoffene und zukunftsfähige Entwicklung des gesamten Quartiers.
Der Betrieb des vorhandenen Krankenhauses bleibt dabei bis zur Fertigstellung des Ersatzneubaus vorbehaltlos und ohne zusätzliche Kosten für Provisorien oder Belastung der laufenden Arbeitsprozesse möglich. Vernetzung von ambulanten und stationären
Angeboten rund um das Thema Gesundheit wird zum imagebildenden Markenzeichen des Standortes.


Sowohl ambulante als auch stationäre Funktionen werden unter prozessorientierten Gesichtspunkten optimal vernetzt und ermöglichen auch ins Besondere durch die gegenseitige räumliche Nähe ein wirtschaftliches und zukunftssicheres Gesamtkonzept, das auch dem steigenden Anspruch des Quartiers Köln-Ehrenfeld gerecht werden kann. Durch die Neuordnung der Abteilungen zueinander sowie die Integration der Ambulanten Angebote lassen sich Nutz- und Verkehrsflächen optimieren und somit die Gesamtflächen gegenüber denen im Altbau deutlich reduzieren.

 

Städtebau


„Das St. Franziskus-Quartier“


Städtebauliches Ziel ist es, mit dem Entwurf „St. Franziskus-Quartier 2020“ ein gutes Stück Stadtteilreparatur in Ehrenfeld zu betreiben. Einerseits liegt der Fokus darauf, die Blockstruktur in Ehrenfeld zu stärken und gleichzeitig mit dem Image eines neuen, offenen und progressiven St. Franziskus-Hospitals dem Stadtteil einen positiv besetzten Schwerpunkt mehr zu verleihen. Die radikale Neuorientierung und Konzentration des Krankenhauses auf das Grundstück südöstlich der Schönsteinstraße eröffnet neue Grundstückskapazitäten und ermöglicht es zwischen Sennefeldstraße und Schönsteinstraße nahezu
ein gesamtes Quartier neu zu strukturieren (und zu vermarkten). Die neuen Kubaturen sind von klarer Gestalt und orientieren sich an den Gebäudehöhen ihrer Umgebung. Sie offerieren neue, attraktive Wohn- und Geschäftsflächen in diesem begehrten Stadtteil.


Zur Subbelrather Straße schlagen wir mit der neuen Blockbebauung einen Rücksprung vor, der einen kleinen Stadtteilplatz generiert. Dieser stellt nicht nur die Ecksituation des neuen Ärztezentrums frei und inszeniert damit eine offene Willkommensgeste – er bietet dem Stadtteil einen neuen, attraktiven Aufenthaltsort. Unter den Arkaden zum kleinen Platz sind Nutzungen wie Fitness-/Wellness, Bioläden und natürlich Gastronomie gut vorstellbar. Durch Aufnahme der Kanten der Blockstruktur wird die Schönsteinstraße wieder erlebbar an die Subbelrather Straße angeschlossen, mehr noch: Dieser Bereich
wird großzügig den Fußgängern überlassen und die Eingangsfassade von Ärztezentrum und Krankenhaus wird so mit dem kleinen Stadtteilplatz an der Subbelrather Straße verwoben.
Diese Eingangsfassade wiederum findet ein ihrer Bedeutung entsprechendes Pendant in dem kleinen Platz zwischen den neuen Wohnriegeln, die zur Sennefeldstraße mit einander in den Obergeschossen verbunden sind. So wird das fußläufige Durchwandern des neuen Quartiers ermöglicht. Die Kappelle des Bestandes
schlagen wir auf Grund ihrer Bedeutung und durchaus gelungenen Architektur vor zu erhalten und an ihrer derzeit durch den Bestand geschlossenen Flanke neu an den Block anzuschließen.

 

Erläuterung Facharztzentrum


Das Ärztezentrum mit seinem vielfältigen Angebot an Facharztpraxen, Serviceangeboten und Cafeteria bildet zur Subbelrather Straße hin den städtebaulichen Kopf des Gesundheitszentrums St. Franziskus-Hospital und markiert den Beginn des „St. Franziskus-Quartiers“.


In der mit dem St. Franziskus-Hospital gemeinsam genutzten, mehrgeschossigen Eingangshalle wird die klare Trennung zwischen Ärztehaus und Krankenhaus aufgehoben. Während die Arztpraxen über die Personenaufzüge und kaskadenartigen Treppenanlagen erschlossen werde, erreicht der Besucher und ambulante Krankenhauspatient am Ende der Halle den zentralen Informationspunkt des St. Franziskus-Hospitals. In direkter Nähe befinden sich hier auch der Zugang zur Notfallpraxis der niedergelassenen Ärzte sowie der Notfallaufnahme des Krankenhauses. Im Erdgeschoss des im 1.Bauabschnitt zu erstellenden Facharztzentrums befindet sich neben einer Fläche für Serviceangebote wie Apotheke oder Sanitätshaus die Cafeteria des St. Franziskus-Hospitals, die bereits nach der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts zu einer Vernetzung zwischen Krankenhaus und Facharztzentrum führen wird. Zudem sind hier Teile der Verwaltung und des Sozialen Dienstes untergebracht. Hier steht auch ein großzügiger Konferenzraum
den Nutzern des Facharztzentrums z.B. zu Fortbildungszwecken zur Verfügung. In den Obergeschossen ist Platz für Praxisflächen von niedergelassenen Ärzten, die sich auf Grund des weiten Achsrasters von 7,9x7,9 Metern flexibel an den jeweiligen Flächenbedarf anpassen lassen. Durch den großzügigen Innenhof sind sämtliche Flächen des Facharztzentrums natürlich belichtet und belüften. Eine mechanische Lüftung oder Klimatisierung ist durch die im Untergeschoss angeordnete
Gebäudetechnik auf Wunsch möglich. Ein ambulantes OP-Zentrum, dessen Räumlichkeiten bei Bedarf mit genutzt werden können steht nach Fertigstellung des 2.Bauabschnitts im 1.Obergeschoss des St. Franziskus-Hospitals zur Verfügung. Die im 3.Obergeschoss geplante Dialysepraxis verfügt zunächst über 38 Plätze in 2er oder 4er Zimmern. Die Raumaufteilung ist dabei konzeptabhängig und zu eine späteren Zeitpunkt detailliert mit dem Nutzer abzustimmen. Die Flächenvorgaben
des Dialysestandards 2006 sowie der Hygieneleitlinie der Deutschen
Arbeitsgemeinschaft für Klinische Nephrologie e.V. können in den 1250 Quadratmetern Fläche problemlos umgesetzt werden.  Im 4.Obergeschoss ist eine großzügige Physiotherapeutische Praxis mit Patientengarten, sowie Bereitschaftsräume für Ärzte und Personal des Gesundheitszentrum im St. Franziskus-Quartier vorgesehen.
Jede Praxis des Facharztzentrums verfügt über ausreichend Lager- und Archivflächen im Untergeschoss des Gebäudes. Hier ist auch die gesamte Gebäudetechnik untergebracht, so dass auf zusätzliche Dachaufbauten des extensiv begrünten Flachdachs verzichtet werden kann.
Der Übergang zu Funktionen des Krankenhauses wie zum Beispiel dem ambulanten Operieren oder der Radiologie ist auf allen Ebenen möglich.

 


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