Ludmillenstift Meppen

Neubau Funktionsdiagnostik / Aufstockung Bestandsgebäude Kinderklinik

 

Der jüngste Neu- und Erweiterungsbau am Ludmillenstift, der im Januar 2007 be­gonnen und im April 2010 fertiggestellt wurde, verbessert die medizinische Ver­sorgung am Stand­ort Meppen wesentlich.

 

Neubau Funktionsdiagnostik

 

Durch den Abriss des ehemaligen ein­geschossigen OP-Trakts war der Weg frei, den Kernbereich des Krankenhauses um einen 4geschossigen Erweiterungs­bau sowie einen darüber befindlichen Hub­schrau­ber­landeplatz zu ergänzen.

Die Erweiterung des Funktionstrakts schafft die räumlichen und ap­pa­ra­ti­ven Voraussetzungen zur Erstver­sor­gung Schwerverletzter (Stichwort „Trauma­netz­werk“). Dies er­for­dert vor allem kurze und optimal aufein­an­der abgestimmte Wege. Ob von oben mit dem Hub­schrauber oder von unten mit dem Rettungswagen, ob zum Schockraum, zum Operationssaal oder zur Inten­sivstation: alle Wege sind koordiniert, so dass verletzte und schwer kranke Patienten schnelI ver­sorgt werden können.

Dabei wurde gleichzeitig ein weiterer Meilenstein zur Verbesserung der baulich-organisatorischen Struktur gesetzt. Die sinnvolle Anordnung der neuen Funk­tions­bereiche bedeutet kürzere Wege für Pa­tien­ten wie für Personal in übersicht­lichen Abteilungen und freundlichen hellen Räumen.

 

In dem Neubau befinden sich die Fach­abteilungen Chirurgische Intensivstation, Röntgen- und Nuk­le­ar­diagnostik, Endo­skopie und Onkologische Tagesklinik. Zudem wurde die Zufahrt für Rettungs­wagen integriert sowie die Fahr­bereit­schaft und auch das Kranken­haus­labor untergebracht.

 

Durch die Modernisierung und Erweiterung der vorhandenen Aufzugsanlagen kann nun ein Aufzug ausschließlich den Trans­port von Patienten vom Hubschrauber­landeplatz bzw. der Liegendvorfahrt zu den Bereichen Notfallversorgung im EG sowie der OP-Abteilung im 1. OG übernehmen. Zudem sorgt die neu organisierte Radio­logie in direkter Nachbarschaft zur Notfall­versorgung für lebensrettende Erstuntersuchungen.

 

Die Radiologische Abteilung wurde um eine moderne Biplan-Angiografie-Anlage für drei­dimensionale Darstellungen er­gänzt, die für ambulante wie stationäre Pa­tien­ten deutlich effizientere und kürzere Untersuchungs­zeiträume bewirkt.

 

Die neu geschaffene Abteilung für Nuklear­diagnostik wurde mit zwei Groß­geräten der neusten Gene­ra­tion ausgestattet, welche genauste Unter­suchungen zur Struktur und Funktion der inneren Orga­ne ermöglichen.

 

Im 1. OG des Erweiterungsbaus und damit in unmittelbarer Nähe zur OP-Abteilung befindet sich nun die Chirurgische Inten­siv­station in neuen, großzügigen und hellen Räumen. Die 15 Intensivplätze sind nach dem neusten Stand der Medizin­tech­nik ausgestattet.


Ebenfalls in freundlicher, heller Atmo­sphä­re findet sich die Onkologische Tages­klinik in eigenen Räumen im 2. OG der Er­wei­te­rung wieder. Im Anschluss wurde die Fach­abteilung Endoskopie neu ein­ge­richtet, welche nun über drei Unter­su­chungs­räume und einen ver­grö­ßer­ten Auf­wach­raum verfügt.

 

Der Haupterschließungskern des Er­wei­te­rungs­baus befindet sich in un­mit­tel­ba­rem Anschluss an das Ein­gangs­foyer des Kran­ken­hauses. Durch den Abriss der alten Treppen­anlage wurde es möglich, einen neuen Doppelaufzug für Pa­tien­­ten und Besucher sowie einen 4ge­schos­si­gen glä­ser­nen Treppen­auf­gang zu errichten.

Großflächige Verglasungen geben den Blick frei auf den neu gestalteten Hof­be­reich und die Nachbargebäude/Wall­an­la­gen, versorgen den „zentralen Knoten“ mit Tageslicht und schaffen damit Orien­tie­rung für Besucher und Patienten.

 

Der gläserne Erschließungskern trennt gestalte­risch die Bestandsgebäude vom Erweiterungsneubau, der als 4ge­schos­si­ger, geklinkerter Massivbau mit Pfahl­grün­dung konzipiert ist. Er ist 3seitig an den um­gebenden Be­stand angefügt und be­rück­sichtigt in seiner klassischen Glie­de­rung – Sockelgeschoss, Haupt­fas­sa­de, Dach – die umgebenden Fassa­den und Trauf­höhen. So ist das über dem Haupt­bau­­kör­per aufgesetzte Technik­­ge­schoss gleichsam als Dach­geschoss gegen­über der Haupt­fassade ein­ge­rückt und bewusst mittels einer Zink­­blech­­ver­klei­dung im Material abgesetzt.


Die Hauptfassade nimmt mit ihrer klar gegliederten Anordnung der Einzelfenster die Formensprache der Bestands­fas­sa­den auf. Hierbei bringen die decken­ho­hen Fenster das Tages­licht weit in die neuen Räume des Gebäu­des und erzeugen damit eine freundliche Atmo­sphä­re und hohe Aufenthalts­qua­li­täten.
Gleichzeitig schaffen niedrige Fenster­brüs­tun­gen eine Ausblick­möglich­keit für die liegenden Patienten der Intensiv­station sowie der Auf­wach­räume.

 

Die helle Atmosphäre im Inneren wird unterstützt durch die Verwendung „son­ni­ger“ Farben für Wand- und Möbel­ober­flä­chen sowie Bodenbeläge.


Ein zusätzlicher Innenhof im Übergang zum Be­stands­gebäude sorgt dafür, dass trotz der großen Gebäude­tiefe alle Aufenthalts- und Untersuchungs­räume mit Tageslicht versorgt werden.

 

Durch den Erweiterungsbau des Funk­tions­trakts können die bisherigen Er­schlie­ßungs­flure deutlich entlastet werden:
So entstehen im 1. OG zwischen OP-Abteilung und Intensiv­station sowie im EG zwischen Notfall­­ver­­sor­gung und Ra­dio­lo­gie Flure ausschließlich für den sta­tio­nä­ren Be­trieb, während ambulante Patienten die Radio­lo­gi­schen Un­ter­su­chungs­räume ohne Störung des internen Betriebs über einen eigenen Zugangs­flur mit vor­ge­la­ger­ten War­te­zonen erreichen.

 

Neubau Funktionsdiagnostik und Strahlentherapie mit:

SG          Neubau Rettungsdienst und Liegendzufahrt, Neubau Labor

EG          Neu- und Umbau Radiologie
               - CT, MRT und Interventionelle Radiologie
               - Nuklearmedizin mit PET-CT und SPECT-CT

1.OG      Neubau Operative Intensiveinheit (12 Betten)
               in unmittelbarer Nähe der Notfallambulanz und der OP-Säle
               - 6 Zweibett-Intensivzimmer
               - 2 Einbett-Intensivzimmer
               - Notfall-OP
               - Abschiedsraum
               - Personal- und Funktionsräume

2.OG      Neubau Endoskopie / Onkologie
               - Laparoskopieraum (E)
               - zwei Koloskopieräume (E)
               - Aufwachraum (3 Betten)
               - drei Onkologieräume (2, 3 und 4 Betten)
               - Funktions- und Personalräume

3.OG      Technik, Arztpraxis im Zwickelbau

4.OG      Erschließung Hubschrauberlandeplatz und Aufenthalt Pilot

5.OG      Neubau Hubschrauberlandeplatz (Verlagerung)

 

Flächen und Rauminhalte (ca.)

BGF Neubauteil Funktionstrakt 3.600 m²

BRI Neubauteil Funktionstrakt 12.400 m³

NF Laborbereich 370 m²

NF Rettungsdienst und Zufahrt Liegende 65 m²

NF Röntgenabteilung 450 m²

NF Intensivstation 460 m²

NF Endoskopie/Onkologie 310 m²

BGF Umbau Altbau 1.200 m²

BRI Umbau Altbau 4.200 m³

 

 

Aufstockung Kinderklinik

 

Mit der Aufstockung der Kinderklinik wurden die bisherigen Räumlichkeiten der Geburtshilfe und Neonato­lo­gie abgelöst, neu organisiert und erweitert, so dass ein Perinatalzentrum nach den neusten ge­setz­lichen Vor­gaben entstanden ist. Es bietet optimale Bedingungen für die Ver­sorgung von Früh-und Neu­ge­borenen in einem Verbundsystem von Ent­bin­dungs­sta­tion, Operationssaal und In­ten­siv­sta­tion für Neugeborene.

 

Beide Abteilungen sind ebenengleich um eine gemeinsame Innenzone mit den Funk­tions­räu­men organi­siert. Diese An­bin­dung schafft kurze Wege und Übersicht für das Per­so­nal und ermöglicht eine schnelle Ver­sorgung werdender Mütter wie auch neugeborener Patienten.

Die Pflegezimmer sind entlang der Außen­fas­sa­den angeordnet und werden auf diese Weise optimal mit Tageslicht versorgt.

Die Entbindungsabteilung verfügt über 3 Entbindungsräume, 2 Re­ani­ma­tions­räu­me und einen eigenen Sectio-OP sowie einen Still­raum. Patienten und wer­den­den Vätern steht im Kopf­bereich der Station ein Lounge-Bereich mit Kaffee- und Ge­trän­ke­bar zum Verweilen und Ent­spannen zur Verfügung.

 

Besonderes Augenmerk wurde auf die innenräumliche Gestaltung gelegt: Die geschwungene Linien­füh­rung der Flur­wände, unterstützt durch direkte und in­di­rek­te, farbige Licht­führung, sowie die un­ter­schied­li­chen Ge­staltungsthemen der Ent­bin­dungs­räume – Sonne, Erde, Wasser – erzeugen durch ihre Umsetzung in Form und Farbe eine harmonische und Vertrauen schaffende Atmosphäre.

 

Im 2. OG des neuen Perinatalzentrums wurde außerdem eine Wahl­lei­stungs­sta­tion eingerichtet. Hier finden sich 18 Betten in komfortablen Ein- und Zwei­­bett­zimmern, alle ausgestattet mit TV, Internet, groß­zü­gi­gen Fenstern, Holz­optik-Bodenbelägen und hoch­wertigen Bädern. Ein sorgfältig aufeinander abgestimmtes Farb- und Ma­te­rial­konzept hebt den Hotel­cha­rak­ter der Station hervor.

 

Die Aufstockung ist als klinkerverkleidete Stahlträgerkonstruktion mit eigenen, außen liegenden Stüt­zen konzipiert. Die Konstruktion überspannt freitragend den kompakten Baukörper der darunter be­find­lichen Kinderklinik, so dass keine Be­las­tung des vorhandenen Gebäudeteils ent­steht. Der Bereich der Aufstockung sowie die darunter befindliche Kin­der­pflege sind über einen direkt angelagerten Er­schlie­ßungskern optimal an die vorhandenen Flure des Hauses angebunden. Dabei wurden Treppen­auf­gang, Außenhaut und Verglasung des Erschließungsbereiches modernisiert und die Außenanlage komp­lett erneuert. Der durch die Aufstockung bewirkte Niveauunterschied zu den be­ste­hen­den Flu­ren wurde über be­hin­der­ten­ge­rech­te Rampen ausgeglichen.

 

Formal fügt sich das Gebäude wie auch der Funktionstrakt harmonisch und un­auf­dringlich in das be­ste­hen­de Ensemble des Ludmillenstifts ein: ortstypisches Sichtmauerwerk, stehende Fensterformate mit Oberlicht, typische Ziegeldeckung.

 

Aufstockung Kinderklinik mit:

 

· 1.OG Neubau Perinatalzentrum mit Entbindungsstation, ebenengleich und mit funktionaler Anbindung an die bestehende Wöchnerinnenstation:
- drei themenbezogene Entbin­dungs­räume mit Ent­bin­dungs­wan­nen und platz­be­zo­ge­nem Sa­ni­tär­be­reich und ausgestattet mit indirekter farbgesteuerter Decken­be­leuch­tung für Wohlfühl-Stimmung
Themen der Entbindungsräume:
   - Erde (Naturfarbtöne),
   - Sonne (helle sonnige Farben)
   - Wasser (erfrischend kühle Farben)
- drei Neonatologieräume mit jeweils 2 bzw. 3 Betten sowie notwendigen Material- und Arbeitsräumen
- Anmeldung/Aufnahme
- Café-Bar für wartende Väter
- Untersuchung
- Personalräume, hauptsächlich im Mittelkamm
- Sectio-OP
- Stillraum
- Isolationsraum

· 2.OG Neubau einer Wahlleistungsstation mit 18 Betten niveaugleich mit bestehender Allgemeinpflegestation und Arztdienst
- sieben 2-Bettzimmer
- vier 1-Bettzimmer - alle ausgestattet mit TV, Internet, großzügigen Fenstern, Holzoptik-Bodenbelägen und hochwertigen Bädern
- vom Flur abgehend Teeküche mit Bar für Patienten und Sitzecke sowie Anmeldung
- Personalräume, hauptsächlich im Mittelkamm

 

Flächen und Rauminhalte (ca.)

BGF Neubauteil 1.370 m²

BRI Neubauteil 4.100 m³

NF Kinderstation 420 m²

NF Wahlleistungsstation 380 m²

BGF Umbauteil 70 m²

BRI Umbauteil 200 m³

 


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