Kreiskrankenhaus Bördekreis

Sitz Neindorf
2. Bauabschnitt – Neubau Funktions­gebäude und Bettenhaus

Das Kreiskrankenhaus Bördekreis mit Sitz Neindorf hat sich aus einer Notunter­bringung während des Kriegs entwickelt. Die Situation von Notlösungen und Pro­vi­sorien beeinflusst den Krankenhaus­betrieb zum Teil bis in die Gegenwart. Die Pavillonstruktur mit teils unzureichender Infrastruktur und nicht mehr zeitgemäßem Standard haben den Landkreis Bördekreis als Träger veranlasst, nach Abschluss mehrerer kleinerer Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen mit dem Neubau des Funktionstrakts und Pflege­bereichs den Grundstein für eine zeit­gemäße und zukunftsorientierte Kranken­haus­versorgung für den Landkreis zu legen.

In enger Abstimmung mit dem Sozial­ministerium des Landes Sachsen-Anhalt erfolgte die stufenweise Bearbeitung und Anpassung des Raum­programms unter Berücksichtigung sich verändernder Planbettenzahlen sowie der Struktur­anpassungen im Rahmen des GSG.

Die erforderlichen Eingriffe in die Grün- und Parkanlagen durch die Erschlie­ßungs­maßnahmen wurden entsprechend der Naturschutzsatzung durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen kompensiert.

Der Baukörper gliedert sich in einen Untersuchungs- und Behandlungstrakt sowie einen Pflegebereich. Im jetzt realisierten 2. Bauabschnitt staffelt sich der Gebäudetrakt von 1 - bis 4-geschossiger Bauweise. Im 3. Bauabschnitt ist die Aufstockung von Restbereichen im 1. Obergeschoss möglich. Weiterhin besteht die Option einer weiteren Aufstockung auch im 2. Obergeschoss. Dadurch besteht die Möglichkeit, den Unter­suchungs- und Behandlungstrakt im 3. Bauabschnitt zu komplettieren.

Über einen Verbindungsgang ist der Neubau an den Bestand angeschlossen.

Der Hauptverkehrsknoten liegt im Ein­gangs­bereich des Untersuchungs- und Behandlungs­trakts und ist als Durchlader mit zwei Bettenaufzügen ausgeführt, von denen einer als Feuerwehraufzug definiert ist. Der Verkehrsknoten liegt in der Trennungsachse vom ambulanten und stationären Bereich.

Im Bettenhaus sind sämtliche Mehrbett­zimmer zum Park hin, nach Osten, orientiert. Die beiden 1-Bettzimmer sowie die Stationsnebenräume sind nach Westen hin ausgerichtet.
Im 1. Obergeschoss befindet sich die Bettenstation der Frauenheilkunde und Wöchnerinnenstation mit insgesamt 32 Betten, davon 6 Betten als Rooming-In-Zimmer. Bei der Farb- und Materialwahl wurde hier besonderer Wert auf eine harmonische Abstimmung gelegt, was sich z. B. durch Teppichboden in den Fluren und Zimmern widerspiegelt. Im Erd- und 2. Obergeschoss befindet sich die Normalpflege mit jeweils 32 Betten.

Bei der Materialwahl der Außenfassaden wurde in Anlehnung an das vorhandene Schloß in Teilbereichen eine Naturstein­fassade ausgewählt.


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